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Das Emil Schumacher Museum in Hagen

Emil Schumacher Museum

Emil Schumacher Museum Hagen mit Übergang zum Osthaus Museum Hagen. Fotografie: Werner Hannappel, Essen
Emil Schumacher, 1981. Foto: © Ralf Cohen Karlsruhe/Emil-Schumacher-Stiftung, Hagen

Aktuelle Ausstellung

Emil Schumacher, GB-16/1999,1999, Gouache auf Bhutan-Bütten, 51 × 68 cm, Emil Schumacher Museum, Hagen. © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
EMIL SCHUMACHER

PASTORALE - BUKOLISCHE SZENEN
 

9. Juli bis 19. November 2017

Emil Schumacher, Agricola, 1989, Öl auf Holz, 20 x 35,5 cm, Emil Schumacher Museum, Hagen. © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Die neue Ausstellung des Emil Schumacher Museums beleuchtet erstmals die Bedeutung des Themas „Mensch und Tier in der Natur“ im Werk Emil Schumachers und wirft so auch ein eigenes Licht auf die ausgeprägten landschaftlichen Assoziationen in den abstrakten Werken der 1960er- und 70er-Jahre. Die Pastorale ist schon zurzeit der Gründung der Künstlergruppe „junger westen“ angelegt, die in diesem Jahr mit zahlreichen Jubiläumsausstellungen gefeiert wird. Im Spätwerk der 1980er- und 90er-Jahre erreichte Schumacher jedoch weit mehr als einen Kreisschluss innerhalb seines eigenen Œuvres. Mit ungebrochener Erfindungskraft griff er das Thema erneut auf und schuf gegen Ende des 20. Jahrhunderts einen eigenständigen Beitrag zur Tradition der Bukolischen Dichtung in der Malerei, deren Ursprünge bereits auf die Zeit der hellenischen Antike zurückgehen.

Eine Ausstellung mit einem solch klassischen Thema der Literatur- und Kunstgeschichte wie der Bukolik erscheint in einem Museum für einen gestisch-expressiv malenden Künstler zunächst außergewöhnlich. Dabei ist eine solche Ausstellung mit Werken von Emil Schumacher angesichts seines Œuvres nur zwingend. Denn das Thema beschäftigte den Künstler bereits am Anfang seines Werkes und kommt besonders im Spätwerk noch einmal auf, wie die Werkauswahl eindrücklich belegt – darüber hinaus kann aber auch das abstrakte Schaffen Schumachers der 1950er-, 1960er- und 1970er-Jahre vor dem Hintergrund dieses Themas interpretiert werden.


Im Gesamtwerk Emil Schumachers stehen immer wieder Landschaften und damit verbundene Motive, wie weidendes Vieh oder bäuerliche Szenen, im Mittelpunkt, die der naturverbundene Künstler aus inneren Bildern schöpfte. Schumacher, der 1912 geboren wurde und zwei Weltkriege sowie vor allem deren Folgen erlebte, war sich der Entfremdung des Menschen von der Schöpfung sehr bewusst. Auch die irreparable Zerstörung der Natur durch den Menschen sah er als zwangsläufiges Ergebnis davon und erhoffte sich, durch das bewusste Erleben der Natur werde der Mensch zu seinem Selbstverständnis als Teil seiner Umwelt zurückfinden.

(Copyright Text: Emil Schumacher Museum Hagen)

Emil Schumacher, GG-23/1997, 1997 Gouache auf Arches-Bütten, 57,5 x 77 cm, Emil Schumacher Museum, Hagen. © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog – 96 Seiten, 84 Abbildungen, mit einem Vorwort von Ulrich Schumacher sowie einem Beitrag von Rouven Lotz. Preis im Museum € 19,90 (€ 24,90 im Buchhandel, ISBN 978-3-86206-667-4).

Emil Schumacher, GG-7/1991, 1991, Gouache auf Bütten, 69 x 94 cm, Emil Schumacher Museum, Hagen. © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Bilder von Emil Schumacher und Blick in die Ausstellung

Emil Schumacher, Falacca, 1989, Öl auf Holz, 70 x 250 cm. © VG Bild-Kunst Bonn, 2016/Emil Schumacher
Emil Schumacher, Toldo, 1990, Öl auf Holz, 170 x 250 cm. © VG Bild-Kunst, Bonn 2016/Emil Schumacher
Emil Schumacher, 1992, Öl auf Holz, 170 x 250 cm. © VG Bild-Kunst, Bonn 2016/Emil Schumacher
Ansicht des Oberlichtsaals des Emil Schumacher Museums Hagen, Foto: Werner Hannappel, Essen
Blick in die Ausstellung mit Bildern von Emil Schumacher, Foto: Werner Hannappel, Essen

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