Freilichtmuseum Hagen

LWL-Freilichtmuseum Hagen:

Entdecken und Erleben

 

Zu einem Ausflug in die Arbeitswelt und Technik des 18. und 19. Jahrhunderts, lädt das Hagener Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ein. Einen halben Tag braucht man schon, um die etwa 60 historischen Handwerks- und Gewerbebetriebe zu erwan­dern, die in einem der schönsten Wiesentäler des vorderen Sauerlandes liegen, dem Mäckin­gerbachtal.

 

Das märkische Gebiet südlich der Ruhr gehört zu den ältesten Stätten der Eisenverarbeitung. Hier im Hagener Freilichtmuseum befinden sich deshalb verschiedene Schmieden, wie Bohrer-, Nagel- und Windenschmieden, verschiedene Hammerwerke, eine Drahtzieherei und Holmacherei. Nicht nur Eisen, sondern auch Bereiche wie die traditionelle Papierverarbeitung und -herstellung sowie das Thema Wald und Holz sind Schwerpunkte.

 

Auf jeden Fall geht’s lebendig geht's zu im Museum für alle Sinne. In verschiedenen Werkstätten wird ge­schmie­det, gebacken, gebraut, gedruckt und vieles mehr. Die kleinen und großen Be­su­cher kön­nen nicht nur den Handwerkern zusehen sondern bei Workshps ihr Ge­schick auspro­bie­ren: z.B. in der Seile­rei, beim Pa­pier­schöp­fen oder in der Nagel­schmie­de. Hier können sie die Techniken im wahrsten Sinne des Wortes begreifen! Ebenso spannend sind die museums-pädagogischen Programme oder die ungewöhnlichen Aktionen bei Kindergeburtstagen in den Museumswerkstätten.

 

Auch das leibliche Wohl kommt nicht zu kurz, im Kolonialwarenladen kaufen die Besucher ganz altmodisch unter anderem auch alle Produkte aus dem Museum ein. Nebenan in der Zigar­renma­cherei gibt es erstklassige handgerollte Zigarren und direkt um die Ecke backt der Bäcker täglich frische Landbrote und Rosinenstuten. In der Obst­brennerei und der Bier­brauerei erleben Sie, wie die köstlichen Getränke klassisch hergestellt werden. Eben­so in der tradi­tio­nellen Kaf­fee­rö­ste­rei, mit dem in der Re­gion be­kannt guten Kaffee. Aus vielen Häusern duftet es ver­füh­re­risch, sei es der aromatische Kaffee, der würzige, geräucherte Schin­ken oder die köstlichen Gerüche der Bäckerei.

Bei vielen Sonderveranstaltungen bietet das Freilichtmuseum ein breitgefächertes Angebot mit vielen Aktivitäten für die ganze Familie.

 

Während der ganzen Saison, 1. April bis 31. Oktober, gibt es viele attraktive Sonder­ver­an­stal­tun­gen oder Sie feiern selber bei uns (Partys, Familien- und Betriebsfeiern, Hochzeiten, Kindergeburtstage)! Fordern Sie einfach das aktuelle Jahresprogramm an, telefonieren mit uns (02331-7807-0) oder besuchen Sie uns im Internet. www.lwl-freilichtmuseum-hagen.de

 

Und alle Jahre wieder … findet am ersten Adventwochenende der Romantische Weihnachtsmarkt statt!

 

Öffnungszeiten:

Täglich, außer Montags, wohl aber an allen Feiertagen.

Einlass ab 9 Uhr, Häuseröffnung bis 17.30 Uhr, sonntags bis 18 Uhr, Shop bis 18.15 Uhr.

 

Anfahrt:  

Auto: A 45 Abfahrt Hagen-Süd, dann den Wegweisern folge

Bus: Ab Hbf-Hagen mit Buslinien 512 oder 84 durchgehend bis zu LWL-Freilichtmuseum.

Aktuell im Freilichtmuseum Hagen

KUTSCHEN GESUCHT

 

Am Sonntag, 2. August lädt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) wieder zum Kutschentag in sein Hagener Freilichtmuseum ein.

 

Interessiert? Sie haben eine Kutsche, ein Zugtier (Pferd, Esel, Ochse, Hund ...) und Lust Ihr Gespann auf einen gemütlichen Tag im Freilichtmuseum zu präsentieren? Melden Sie sich einfach unter: 02331 7807113. Wir freuen uns auf Ihren Anruf.

www.lwl-freilichtmuseum-hagen.de

Foto: Wippermann - Quelle: LWL-Freilichtmuseum Hagen

„Früh übt sich ... Handwerk zum Spielen“ - Neue Sonderausstellung im LWL-Freilichtmuseum Hagen

 

Hagen (lwl). „Früh übt sich … Handwerk zum Spielen“ ist das Thema der neuen Sonderausstellung, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in seinem Freilichtmuseum Hagen zeigt. Die Ausstellung lädt zu einer Reise in eine Handwerkswelt im Kleinen ein. Zu sehen sind Werkzeug- und Baukästen, Blechspielzeug und Spielkästen, Brett- und Kartenspiele, Spielfiguren sowie Bilderbücher aus den vergangenen 150 Jahren. Vielen von ihnen ist anzusehen, wie intensiv mit ihnen gespielt worden ist.

 

„Der kleine Wagenbauer“ und „Die kleine Putzmacherin“ – so heißen Spiele, die um 1900 im Spielzeughandel angeboten wurden. Sie sind nur zwei von vielen Beispielen dafür, wie die Lebens- und Arbeitswelt der Handwerker für Kinder als „Handwerk zum Spielen“ dargestellt wurde. Was genau hat der kleine Wagenbauer gespielt und mit welcher Absicht wurden solche Spiele verkauft und verschenkt? „Die Spielsachen zeigen, wie die Handwerke und das Leben von Handwerkern beim Spielen auf unterschiedliche Weise Kindern und Jugendlichen näher gebracht wurden“, sagt die stellvertretende Museumsleiterin Dr. Anke Hufschmidt.  „Manchmal recht praxisnah mit dem Anspruch der Berufsvorbereitung, oft aber auch in humorvoller Weise, etwa bei Karten- und Brettspielen. Auf jeden Fall wurden über das Spielzeug bestimmte Bilder von Handwerkern und ihren Arbeiten vermittelt. Außerdem lässt sich erkennen, welche Vorstellungen mit Kindheit verbunden waren und wie die Rollen zwischen Jungen und Mädchen beim Spielen verteilt waren“, so Anke Hufschmidt weiter.

 

Die Ausstellung beginnt damit, wo und wie Handwerker Kindern und Jugendlichen begegneten. Wer sie nicht aus der eigenen Familie oder der Nachbarschaft kannte oder ihnen bei anderer Gelegenheit bei der Arbeit zusah, traf sie spätestens in Bilderbüchern, Märchen, Liedern und Erzählungen. Seit der Ausbreitung von farbigen Bilderbüchern in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es auch Bücher mit Bildern von Handwerkern. In den meist sehr beschaulichen Bildern wurden die Handwerker mit ihren Werkstätten, Arbeitsgeräten und Produkten vorgestellt, Texte erläuterten die wichtigsten Tätigkeiten.  

 

Eine weitere Station in der Ausstellung steht unter dem Motto „Spielend arbeiten lernen“. Diese Präsentation macht deutlich, wie Handwerksberufe von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg in verschiedene Arten von Spielzeug transportiert wurden. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die deutsche Spielzeugindustrie zum Weltmarktführer. Sie bot ein breit gefächertes Angebot an Spielwaren an. Immer neue Produkte sollten die Nachfrage anregen. Vor allem wohlhabende Familien konnten sich viele Spielzeuge leisten. Manche Spielwaren gab es in unterschiedlichen Preisklassen und erreichten damit auch ärmere Familien. Die Spielzeugindustrie warb bei den Eltern mit dem pädagogischen Nutzen, den Spielzeug für Kinder und Jugendliche hatte. Viele Spiele sollten zu Arbeit, Fleiß und Ausdauer erziehen und die Geschicklichkeit konnte trainiert werden. Außerdem versprachen die Anbieter, über Spielzeug auch Bildungsinhalte zu vermitteln. Zweckfreies Spielen wurde dagegen kaum gefördert.

 

Unter den Handwerksberufen „zum Spielen“ sind die Holzhandwerke häufig zu finden. Spielkästen wie „Der Schreiner“ und „Der kleine Wagenbauer“, aber auch Werkzeug- und Laubsägekästen luden in unterschiedlicher Realitätsnähe zur aktiven handwerklichen Nachahmung ein. Bei dem entsprechenden Blechspielzeug, wie zum Beispiel einem Handwerker an einer Kreissäge, ließ sich vor allem die Übertragung der Dampfkraft auf eine Maschine beobachten.

 

Blechspielzeug

Blechspielzeug bildet einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung. Im Zentrum steht eine große Installation, bei der zwei Dampfmaschinen zahlreiche Maschinen antreiben. Die Bandbreite der ausgestellten Objekte reicht von Modellen, die mit dem Anspruch verbunden sind, technische Abläufe nachvollziehbar zu machen und teilweise auch in der Lehrlingsausbildung eingesetzt werden, über realitätsnahe Darstellungen bis hin zu humoristischen Modellen, bei denen etwa die Hand eines Schneiders durch Dampf angetrieben wird.

 

Um 1900 wurde Blechspielzeug, das zur Gruppe des technischen Spielzeugs zählt, von manchen Pädagogen kritisch betrachtet: Gerade weil es teilweise sehr realitätsnah wirkte, förderte es nicht die Kreativität und die Individualität von Kindern. Doch die Nachfrage bei Modell-Dampfmaschinen stieg stetig: Im Jahr 1875 fertigte die Firma Schoenner 478 Dampfmaschinen, im Jahr 1893 waren es 200 000 Stück. Im Zeitalter der Industrialisierung wurde Metall modern, das Spielzeug daraus stand für Fortschritt und Erfindungsreichtum. Für junge Menschen, die einen Handwerksberuf erlernten, bot technisches Spielzeug allerdings kaum die Chance einer Berufsvorbereitung. Die komplizierten Blechspielzeuge und Baukästen waren teuer und wurden für Jugendliche ab 14 Jahren angeboten. In diesem Alter begannen die zukünftigen Handwerker bereits ihre Ausbildung.

 

Baukästen

Weitere Themen sind die Baukästen, die in unterschiedlicher Weise in Beziehung zu Handwerksberufen gesetzt werden können. Mit den Steinen des „Anker“-Baukastens fing das Baufieber Ende des 19. Jahrhunderts an. Es gipfelte in der Technikbegeisterung der 1920er-Jahre; der Metallbaukasten wurde im Kinderzimmer zum Symbol für Fortschritt und Modernität. Seit den Anfängen passten sich die Baumaterialien, die Verbindungssysteme und die Technik in den Bau- und Konstruktionskästen immer wieder der jeweiligen Realität an. Doch eines ist stets gleich geblieben: die Förderung des handwerklichen Geschicks, der Feinmotorik, des räumlichen und logischen Denkens sowie weiterer Fähigkeiten, die den Einstieg ins Berufsleben erleichtern können. Baukästen sollten den Weg in einen technischen Beruf fördern. Als fester Bestandteil pädagogischer Konzepte verbanden Baukästen und Konstruktionsspiele das „nützliche Spiel“ mit dem Vergnügen.

 

Die nächste thematische Einheit in der Ausstellung widmet sich dem selbstgebauten Spielzeug. Das im Handel angebotene Spielzeug war oft teuer oder entsprach nicht den Vorstellungen der Eltern. Deshalb wurden viele Väter und Mütter selbst aktiv und stellten Spielzeug für ihre Kinder her. Sie orientierten sich dabei häufig an den industriell hergestellten Spielwaren, wie der Vergleich zeigt. Selbstgemachtes Spielzeug wurde von den Pädagogen hochgeschätzt. Die Spielzeugindustrie förderte zum Teil diesen Trend zum Eigenbau. Die angebotenen Laubsägekästen enthielten Werkzeuge und Vorlagen, mit denen der Nachwuchs selbst sein Spielzeug produzieren konnte. Außerdem existierten schriftliche Anleitungen. Bei Werken wie „Der Junge Handwerker und Künstler“, die seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf den Markt kamen, lag der Schwerpunkt vor allem den Jungen praktische Anleitungen zur Entwicklung der eigenen Geschicklichkeit zu geben.

 

Brett- und Kartenspiele

Schließlich zeigt die Sonderausstellung Brett- und Kartenspiele, die die Spielwarenindustrie seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in immer neuen Varianten auf den Markt brachte. Sie richteten sich zunächst an Erwachsene, später auch an Kinder und Jugendliche. Obwohl solche Spiele massenhaft produziert wurden, bildeten sie  lange ein Stückchen Luxus. Mit Ausgaben in verschiedenen Preisklassen erreichte die Industrie allerdings viele Familien. Bei den Kartenspielen ging es um Erholung und Belustigung – aber oft auch darum, etwas zu lernen. Besonders deutlich zu sehen an den Quartett-Spielen, bei denen etwa Werkzeuge bestimmten Handwerkern zugeordnet werden mussten. Bei Brettspielen traten die Spieler gegeneinander an und versuchten möglichst rasch an das Ziel zu kommen, ohne sich von den spieltypischen Schikanen aufhalten zu lassen. Aus dem Handwerk kam vor allem die Spielidee des Hausbaus sowie der Wanderschaft der Handwerksgesellen, die sich gut in Würfelspiele umsetzen ließen.

 

Selber spielen

Die Präsentation zeigt nicht nur Spielzeug – sie lädt die Besucher auch ein, selbst zu spielen. Das ist an verschiedenen Stationen möglich, vor allem aber im Spielzimmer am Ende des Rundgangs, wo Reproduktionen historischer Spiele die Gelegenheit zu einer spielerischen Zeitreise bieten.

„Für das LWL-Freilichtmuseum Hagen ist Spielzeug ein attraktives Ausstellungsthema, denn es bildet eine wichtige Quelle für die Handwerksgeschichte. An Spielsachen ist nachvollziehbar, wie sich die Berufe im Handwerk veränderten. Es dauerte nämlich oft nicht lange, bis neue handwerkliche Tätigkeiten und Maschinen im Spielwarengeschäft erhältlich waren“, erklärt Anke Hufschmidt. Aber wie realistisch ist die Darstellung handwerklicher Maschinen zum Beispiel im Blechspielzeug eigentlich? Und wieso gibt es nur so wenig Spielzeug für kleine Handwerkerinnen? Die Antworten finden die Besucher im Ausstellungsgebäude im oberen Museumsbereich.

 

Mit der Rallye zur Ausstellung

Schautafeln auf dem Weg durch das Freilichtmuseum von der Kasse zum Ausstellungsgebäude sollen neugierig auf die Ausstellung „Früh übt sich“ machen, sie schlagen eine Brücke zwischen Spielzeug und den im Museum gezeigten Berufen. Außerdem lockt eine kostenfreie Rallye mit einem Gewinnspiel durch das Museum bis zum Ausstellungsgebäude. Mit kniffeligen Fragen und spannenden Aufgaben kann die ganze Familie Spielzeug und Spiele zum Handwerk entdecken.

 

Zur Ausstellung erscheint ein Buch mit vielen farbigen Abbildungen sowie einem Spielplan, mit dem sich das Museumsgelände und viele Ausstellungsobjekte spielend entdecken lassen. Das Begleitprogramm umfasst Angebote, bei denen Kinder und Jugendliche selbst aktiv werden können. Es wurde vom Förderkreis Westfälisches Freilichtmuseum Hagen e. V. gefördert.

 

Ausstellungsdauer: 31. Mai bis 31. Oktober 2015

 

 

Begleitprogramme:

 

Do, 9. Juli, 15 Uhr

Gespräch im Ausstellungsgebäude

Wie entsteht eine Ausstellung? Erfahrungen und Tipps am Beispiel der Sonderausstellung „Früh übt sich... Handwerk zum Spielen“ mit Dr. Anke Hufschmidt

Eine Veranstaltung im „Urlaubskorb“ der Stadt Hagen

 

So, 19. Juli, 12–17 Uhr

Kinderfest

Spielerisch geht es zu! Ein Tag für Kinder rund um das Handwerk und seine Berufe.

Großzügig unterstützt vom Förderkreis Westfälisches Freilichtmuseum Hagen e. V.

 

Mi, 23. September, 19 Uhr

Vortrag im Restaurant „Museumsterrassen“

Nichts als reine Arbeit? Spielen mit Technischem Spielzeug seit 1900. Vortrag von Dr. Stefan Poser. Veranstaltet vom Lenne-Bezirksverein des VDI Hagen und dem Förderkreis Westfälisches Freilichtmuseum e. V.

 

Offene Führungen

an folgenden Sonntagen, jeweils von 14–15 Uhr: 5. Juli; 20. September; 4. Oktober

 

Besondere Einblicke

mit dem Ausstellungskurator Alexander Dreier M. A. und Gebärdendolmetscherin:

Sonntag, 7. Juni, 14–15 Uhr

 

Mitmachangebote „Handwerk zum Spielen“

Das Angebot für alle ab 6 Jahren findet an folgenden Sonntagen jeweils von 14–17 Uhr vor dem Ausstellungsgebäude statt:

31. Mai,

14. Juni,

5., 12., 19. und 26. Juli,

2. und 23. August,

6. September,

4. Oktober

 

Ferienprogramme

Sommerferien

Di-Fr, 4.-7. August, 12-14 Uhr und 14.30-16.30 Uhr für Schüler ab acht Jahren im Forscherlabor

Spiel doch mit!

Ihr stellt Spielzeug selber her und probiert es aus. Bitte zieht unempfindliche Kleidung an. Bitte anmelden

Fr, 7. August um 15.30 Uhr

Begleitende Eltern und Großeltern führt Marco Heckhoff M. A. am unter dem Thema „Faszination Baukastenspiele“ durch die Ausstellung.

 

Herbstferien

Di-Fr, 13.-16. Oktober, 12-14 Uhr und 14.30-16:30 Uhr für Schüler ab sechs Jahren im Gasthof Post

Spielsachen selber machen.

Ihr erkundet das Museum und entdeckt Alltags- und Naturmaterialien. Was könnt ihr daraus machen? Wie wollt ihr damit spielen? Zum Abschluss zeigt ihr in einer kleinen Ausstellung, was ihr gebastelt habt. Geeignet auch für die Offene Ganztagsschule. Bitte anmelden.

 

Führungen durch die Sonderausstellung sind auch individuell buchbar. Gruppengröße bis 15 Personen, Dauer ca. 60 Minuten, Kosten 28 Euro, zzgl. Museumseintritt.

Foto: Wippermann - Quelle: LWL-Freilichtmuseum Hagen
Quelle: LWL-Freilichtmuseum Hagen
Quelle: LWL-Freilichtmuseum Hagen

Die Zauberflöte - Open Air Oper 2015 - im LWL-Freilichtmuseum Hagen

 

Freitag, 28.08.2015 – 20 Uhr

 

Vorverkaufsstellen:

LWL-Freilichtmuseum Hagen, Mäckingerbach, 58091 Hagen, Tel.: 02331 7807189

Wochenkurier Verlags GmbH, Frankfurter Strasse 90, 58095 Hagen, Tel.: 02331 14026

Stadt Hagen, Hagen Information, Rathausstraße 13, 58095 Hagen, Tel.: 02331 2075890

HAGENagentur GmbH, Elberfelder Straße 95, 58095 Hagen, Tel.: 02331 809990 

Ferienfuxx, Ödenburgstraße 32, 58119 Hagen, Tel.: 02354 777704

Stadtmarketing Witten, Marktstr. 7, 58452 Witten, Tel.: 02302 12233

Märkischer Zeitungsverlag, Schillerstraße 20, 58511 Lüdenscheid, Tel.: 02351 158333

Meinerzhagener Zeitung, Hauptstr. 42, 58540 Meinerzhagen, Tel.: 02354 927133

Altenaer Kreisblatt, Lennestr 48, 58762 Altena, Tel.: 02352 918725

Süderländer Volksfreund, Freiheitstr. 24, 58791 Werdohl, Tel.: 02392 500578

Wochenkurier Ennepe Ruhr GmbH, Mittelstraße 63-65, 58285 Gevelsberg,  0 2331 32211

… sowie an allen örtlich bekannten Vorverkaufsstellen der Region.

TICKET- und INFO Hotline: 0531 34 63 72 oder Online-Ticketservice: www.Paulis.de

 

Karten gibt es bereits ab 39€!

 

Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Meisterwerk entfaltet sein Temperament unter freiem Himmel!

 

Mozarts genialer Publikumsrenner mit der berühmten Koloratur-Arie der Königin der Nacht unter freiem Himmel begeistert bisher hunderttausende von Zuschauern. Der Besucher wird von Beginn an durch die farbenprächtige Kostüme, die phantasievolle Inszenierung und die wunderschönen Stimmen der hochkarätigen deutschen Gastsolisten in den Bann gezogen. Es erwartet den Klassik-Besucher mit Mozarts Zauberflöte eine der größten Opern der deutschen Musikgeschichte und zugleich ein mystisches Open Air-Spektakel.

 

Man muss Die Zauberflöte, das beliebteste Meisterwerk von Wolfgang Amadeus Mozart, einmal unter freien Sternenhimmel gesehen haben. Das Publikum wird in eine einzigartige Welt aus Märchen und Volkstheater, aus großer Oper und kleinem Singspiel, aus Freimaurerphilosophie und Bürgermoral  entführt. Volkstümliche Lieder Papagenos und Papagenas wechseln sich mit der Koloraturdramatik der Königin der Nacht, mit gefühlvollen Duetten Taminos und Paminas sowie großartigen Chorälen und mystischen Priesterchören ab.

 

Inhaltsbeschreibung:

1. Akt: Der junge Prinz Tamino wird von einer Schlange verfolgt bis er vor dem Tempel erschöpft zusammenbricht. Als Tamino erwacht ist die Schlange tot und er sieht den seltsamen Vogelfänger Papageno vorbeikommen. Die Königin der Nacht erscheint. Tamino wird von ihr ausgesandt, um ihre Tochter Pamina zu retten, die vom Fürsten Sarastro entführt wurde. Der Vogelfänger Papageno wird ihm zur Seite gestellt. Tamino erhält eine Zauberflöte, Papageno ein magisches Glockenspiel. Sie brechen auf, um Pamina zu befreien. Papageno findet Pamina in Sarastros Reich und berichtet ihr, dass der verliebte Tamino zu ihrer Rettung aufgebrochen ist. Sie wollen fliehen, um Tamino entgegenzueilen, treffen dabei jedoch auf Sarastro. Derweil erreicht Tamino Sarastros Weisheitstempel, wo er erfährt, dass Sarastro nur gute Absichten verfolgt. Tamino gerät in die Hände des Oberaufsehers Monostatos, der ihn als Gefangenen zu Sarastro bringt. Monostatos wird bestraft, Tamino und Papageno werden in den Prüfungstempel geführt und von Pamina getrennt.

 

2. Akt: Sarastro wünscht, dass Tamino als Priester des Weisheitstempels geweiht wird. Sarastro erklärt, dass er Pamina entführt habe, um sie vor der bösen Königin der Nacht zu bewahren, die auch den Tempel zerstören wolle. Tamino und Pamina seien für einander bestimmt, und auch für Papageno gebe es eine Papagena. Sie müssten zuvor jedoch drei Prüfungen bestehen. Tamino und der zaghafte Papageno unterziehen sich den Prüfungen, Papageno versagt jedoch schon zu Beginn und darf Tamino nicht weiter begleiten. Pamina darf Tamino nun begleiten, mit Hilfe der Zauberflöte bestehen sie die letzten beiden Prüfungen. Der verzweifelte Papageno wird durch sein magisches Glockenspiel mit Papagena vereint. Die Königin der Nacht versucht einen Überfall auf den Tempel, sie wird dabei jedoch mit Monostatos und ihren anderen Verbündeten vernichtet. Tamino und Pamina werden durch Sarastro in den Kreis der Eingeweihten aufgenommen.

 

Hintergrundinformationen:

Open Air-Produktionen bedeuten für jedes Opernensemble eine besondere künstlerische Herausforderung. Hier gilt es Aufführung und Ambiente der Spielstätte zu einem unvergesslichen Opernspektakel zu vereinen. Sänger, Orchester, Regie und Technik müssen sich bei jeder Spielstätte neu auf die atmosphärischen und akustischen Gegebenheiten einstellen. Dies ist der Prager Kammeroper, seit Jahren ein gern gesehener Gast auf vielen europäischen Bühnen, bei ihren bisherigen Sommer Open Air-Aufführungen hervorragend gelungen.

 

Mit der Zauberflöte hat Mozart den Prototyp der deutschen Oper geschaffen. Es gibt kaum ein Opernkunstwerk, dem es in ähnlicher Weise gelungen wäre, aus der Vielfalt der stilistischen Elemente eine derart organische Einheit zu schaffen.

 

Der Wiener Theaterdirektor Emanuel Schikaneder – wie auch Mozart ein Mitglied der Freimaurerloge – schrieb den Text der Oper, die er bei Mozart in Auftrag gab. Als sogenannte Volksoper ist sie in deutscher Sprache verfasst und zielt dem humanistischen Bildungsideal der Aufklärung gemäß auf die sittliche Läuterung und Erziehung des Menschengeschlechts.

Mozart und Schikaneder vereinen in diesem außergewöhnlichen Kunstwerk das Mysterienspiel und die Tradition der Wiener Zauberstücke, mit der Erinnerung an ägyptische und vorderasiatische Weisheit. Diesen phantastischen Vorstellungen, dem dramatischem Pathos und dem Wechselspiel zwischen Heiterkeit und Erhabenheit liegt zudem ein symbolisches Zahlensystem zugrunde, welches auf den drei Grundprinzipien der Schöpfung basiert. 'Es siegte die Stärke und krönet zum Lohn, die Schönheit und Weisheit mit ewiger Kron'. Mit diesen letzten Zeilen ist das Programm des Werks bezeichnet, ein Prinzip das ohne Ansehen der Stellung, Hautfarbe oder Herkunft, Gültigkeit für jeden Menschen haben sollte.

 

Zur Person Wolfgang Amadeus Mozart:

Wolfgang Amadeus Mozart wurde am 27. Januar 1756 als siebtes Kind des Hofmusikers Leopold Mozart und seiner Frau Anna Pertl geboren. Von seinen sechs Geschwistern blieb nur Maria Anna, die selbst eine begabte Musikerin war, am Leben. Schon sehr früh zeigten sich Mozarts musikalische Anlagen. Als Vierjähriger konnte er bereits Noten schreiben und Violine spielen, ohne es je erlernt zu haben. Zwei Jahre später schrieb Mozart Menuette und Sonaten für Klavier und Violine. 1762 wurde Mozart bei Hof in Wien vorgestellt. In den nächsten Jahren reiste Leopold Mozart mit seinem Sohn durch Deutschland und Europa. Diese Reisen waren für die künstlerische und charakterliche Entwicklung Mozarts von großem Nutzen. Mozart wurde 1771 als Kapellmeister beim Erzbischof in Salzburg angestellt. Auf einer Reise nach Paris verstarb Mozarts Mutter. Das Verhältnis zwischen dem Erzbischof und Mozart verschlechterte sich danach zusehends und 1781 kam es endgültig zum Bruch zwischen beiden. Daraufhin ging Mozart nach Wien und heiratet Constanze Weber entgegen dem Willen seines Vaters. Trotz Unterstützung von Kaiser Joseph II. und seinem Freund Joseph Haydn geriet Mozart in eine wirtschaftliche und psychische Not. Seiner Frau fiel es schwer mit dem schwer verdienten Geld von Kompositionen und aus Musikstunden umzugehen. Seine Opern Die Hochzeit des Figaro und Don Giovanni waren erfolgreich, aber mit seiner Karriere ging es bergab. Nach dem Tod von Kaiser Joseph II. interessierte sich keiner mehr für Mozarts Kompositionen. Durch seine Verbindungen zur Freimaurerloge lernte er Emanuel Schikaneder kennen. Am 30. September 1791 erfolgte die Uraufführung der Oper Die  Zauberflöte. Darauf folgten aus Prag neue Aufträge für Mozart. Doch Mozart war erschöpft. Wolfgang Amadeus Mozart verstarb zwei Monate nach Uraufführung der Zauberflöte im Alter von 35 Jahren.

Quelle: LWL-Freilichtmuseum Hagen
Quelle: LWL-Freilichtmuseum Hagen
Quelle: LWL-Freilichtmuseum Hagen

„Ich war hier. Selfies aus dem LWL-Freilichtmuseum Hagen“

Selfie-Ausstellung in der Saison 2015

 

Hagen (lwl). Was passiert eigentlich mit den Millionen Selfies, die jeden Tag gemacht werden? Viele bleiben vermutlich für immer auf den Smartphones – aber es gibt auch welche, die ihren Weg ins Museum finden und dort ausgestellt werden. Das LWL-Freilichtmuseum Hagen sucht Selfies, die im Freilichtmuseum entstanden sind und für den Fotografen zu einer wichtigen Erinnerung geworden sind. Das Freilichtmuseum möchte diese Schnappschüsse in der Saison 2015 ausstellen. Die Ausstellung ist dynamisch angelegt: Wer jetzt schon ein Museums-Selfie hat, kann es direkt an das Museum senden. Die Präsentation wird während der Saison 2015 laufend um neue Selfies erweitert.

 

Wie können Sie teilnehmen? Senden Sie uns ein Selfie, auf dem Sie selbst zu sehen sind. Es muss auch zu erkennen sein, dass das Foto im LWL-Freilichtmuseum Hagen entstanden ist. Bitte schreiben Sie dazu, wann das Foto entstanden und warum es für Sie wichtig ist. Wir freuen uns jetzt auch über ein Selfie, das vielleicht im letzten Jahr im Freilichtmuseum entstanden ist. Wir sind gespannt auf Ihre spontanen Fotos und auf Ihre persönlichen Erinnerungen an den Besuch des LWL-Freilichtmuseums Hagen.

 

Kontakt: Dr. Hubert Köhler, Email: hubert.koehler@lwl.org, Tel. 02331 7807-169