Kultur - WELT

„Tagesspiegel“ benennt nach Belästigungsvorwürfen Ombudsfrau (Thu, 23 May 2019)
Ein Redakteur des „Tagesspiegel“ ist freigestellt worden, nachdem Mitarbeiterinnen ihn der sexuellen Belästigung beschuldigten. In der Folge benannte die Chefredaktion eine Ombudsfrau.
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Siri, Alexa und die ewig weibliche Maschine (Thu, 23 May 2019)
Die Unesco fordert geschlechtsneutrale Stimmen für Sprachassistenten wie Siri und Alexa. Welches Geschlecht aber hat die künstliche Intelligenz? Und welche Moral gilt zwischen Menschen und Maschinen?
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Die Gerettete (Thu, 23 May 2019)
Als Kind floh sie mit ihrem Vater, dem Kritiker Alfred Kerr, vor den Nazis. 40 Jahre später schrieb Judith Kerr mit „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ das bedeutendste Jugendbuch über das Exil. Ein Nachruf.
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So sieht sie aus, die Grundrente von Hollywood (Thu, 23 May 2019)
Die Magie hört niemals auf: Uli Gaulke war zu Besuch bei den greisen Filmemachern von Hollywood. In seinem Dokumentarfilm „Sunset Over Hollywood“ zeigt er uns die Kreativität im Alter.
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„Im Netz gilt das Recht des Stärkeren“ (Thu, 23 May 2019)
Wie viel Meinungsfreiheit kann unsere Demokratie aushalten? Viel, sagt Kulturstaatsministerin Monika Grütters. Doch sie macht sich Sorgen um den wachsenden Populismus, auch im Netz. Große Pläne hat sie für die Deutsche Welle.
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Wie man alte Familientugenden mit altem Totalitarismus ruiniert (Thu, 23 May 2019)
Die Benachteiligung besserer Kreise hat die DDR perfektioniert, und Katja Kipping gefällt das: Sollte sie je an die Macht kommen, bleibt unsereins nur die hemmungslose und steuerfreie Verprassung der Vermögen.
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War Banksy unbemerkt zur Biennale in Venedig? (Thu, 23 May 2019)
Der Street-Art-Künstler Banksy war offenbar während der Biennale heimlich in Venedig. Ein neues Video auf seinem Instagram-Account lässt das vermuten. Außerdem ist in der Stadt ein neues Kunstwerk aufgetaucht, dass ihm zugerechnet wird.
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Banksy zeigt Bilder bei wichtigster Kunstschau – und keiner bemerkt es (Thu, 23 May 2019)
Hat Banksy seine Gemälde bei der renommierten Biennale von Venedig ausgestellt, und keiner hat es bemerkt? Das behauptet zumindest der Graffiti-Künstler bei Instagram. Und es gibt einige Hinweise, die dafürsprechen.
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Jamie Olivers Art zu kochen wird in heimischen Profiküchen längst belächelt (Wed, 22 May 2019)
Zwanzig Jahre lang kämpfte Jamie Oliver in den Fernsehküchen Europas gegen Fertiggerichte und für gesundes Essen. Und machte damit Millionen. Jetzt ist er pleite. Brauchen wir ihn nicht mehr?
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„Ich komme mir wie ein Neujahrswitz vor“ (Wed, 22 May 2019)
Vor 30 Jahren schrieb David Hasselhoff vor dem Brandenburger Tor Geschichte. Für den Sänger und Schauspieler ähneln die „Fridays for Future“-Demos den Protesten der DDR-Bürger. In diesem Zusammenhang versteht er auch die Kritik von FDP-Chef Lindner an der jungen Bewegung nicht.
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www.hagen-in-westfalen.de bilder, kunst und kultur
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Hagener Impulse

Anfang des 20sten Jahrhunderts gehörte Hagen zu den großen Kulturstädten Europas. Wer hätte das gedacht und wer weiß schon, dass das heutige Essener Folkwang-Museum seine Wurzeln in Hagen hat. Karl Ernst Osthaus hat sich zu jener Zeit dafür engagiert, dass namhafte Künstler in Hagen wirkten. Auch heute findet man Spuren ihrer Tätigkeiten, die als "Hagener Impulse" bezeichnet werden. Die folgende Reihenfolge orientiert sich an dem Kurzführer "Der Hagener Impuls" der Stadt Hagen.

Das Bahnhofsfenster

Wer sich im Hagener Hauptbahnhof genau umsieht, entdeckt einiges, was auf hohe Architekturkunst schließen lässt. So mancher Wandschmuck des neubarocken Saalbaus des 1910 eröffneten Bahnhofs musste der Leuchtreklame weichen, nicht so das Bahnhofsfenster über dem Haupteingang, das Johan Thorn-Prikker entworfen hat.

Das Stadttheater

Zu den Gebäuden, die in der Hagener Innenstadt den Flair vergangener Zeiten verströmen, gehört das Stadttheater. Einen besonderen Blickfang bieten die vier Skulpturen der Berliner Bildhauerin Milly Steger über dem Haupteingang, die in die klassizistische Fassade eingebettet wurden.

Das Karl Ernst Osthaus Museum

Karl Ernst Osthaus war fasziniert von der Kunst seiner Zeit und hat nichts unversucht gelassen, sie nach Hagen zu bringen. Viele berühmte Werke fanden ihr Zuhause in dem Museum, das 1902 eröffnet wurde, bis sie 1922 an die Stadt Essen verkauft wurden und den Grundstock des dortigen Folkwang-Museums bildeten. Trotzdem lohnt sich auch heute ein Besuch des Museums, wurde doch 1992 die Inneneinrichtung rekonstruiert und finden sich in der ständigen Sammlung heute wieder eindrucksvolle Kunstwerke. Ganz im Sinne von Karl Ernst Osthaus fesseln darüber hinaus zahlreiche Wechselausstellungen die Besucher.

Die Arbeitersiedlung "Walddorf" im Wasserlosen Tal

Karl Ernst Osthaus gehörte zu jenen Menschen, denen das Wohl aller am Herzen lag, er wollte mit seinem Kunstengagement alle erreichen und es war ihm wichtig, dass auch einfache Menschen in einem ästhetisch ansprechenden Umfeld lebten. So erteilte er Richard Riemenschmied den Auftraug, eine Werkssiedlung zu bauen, die Zweckmäßigkeit und Ästhetik miteinander verband.

Der Hohenhof

So sehr Karl Ernst Osthaus die anderen Menschen wichtig waren, genoss auch er selbst schöne Dinge um sich. Daher beauftragte er 1906 Henry van de Velde, ein Haus für ihn und seine Familie zu konzipieren, das als Gesamtkunstwerk zu verstehen war. Entstanden ist der Hohenhof, der auf eine wechselvolle Geschichte zurückblickt, vom Wohnhaus über die Frauenklinik bis zur Bildungseinrichtung. Heute ist er ein Museum, in dem als Teil der Route der Industriekultur neben Architekturbesonderheiten zahlreiche Kunsthandwerksarbeiten zu sehen sind.

Die Häuser am Stirnband

Karl Ernst Osthaus wollte Hagen zu einer Wiege der Kunst machen und möglichst viele Künstler in Hagen ansiedeln. Dazu stellte er sich eine Künstlersiedlung vor, die jedoch nie so verwirklicht wurde, wie er sie sich gedacht hatte. Die Häuser am Stirnband geben jedoch einen Eindruck davon, wie eine Straße aussehen kann, deren Häuser zwar jedes für sich gestaltet werden, die aber eine unsichtbare Verbindung aufweisen. Der holländische Architekt Mathieu Lauwerik hat neun Häuser nach einem von ihm entwickelt Prinzip erbaut, das sich bei genauer Betrachtung erkennen lässt. Auch Johan Thorn-Prikker hatte dort viele Jahre sein Domizil.

Die Villenbauten von Peter Behrens

Neben der Künstlerkolonie Stirnband sollte es nach Auffassung von Karl Ernst Osthaus noch ein Villengebiet in der Nähe seines Wohnhauses geben. Dafür verantwortlich war der Architekt Peter Behrens, der einige Häuser baute, die zum Teil im zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Die Architektur der Gebäude lässt sich nur erahnen, da die Häuser inzwischen von Gärten umrandet sind und kein vollständiger Blick mehr möglich ist.

Das Krematorium

1905 beschloss der "Hagener Verein für Feuerbestattung" ein Krematorium bauen zu lassen. Karl Ernst Osthaus war wenig begeistert von den ersten funktionalen Plänen, er bat den Architekten Peter Behrens sich des Projekts anzunehmen. Entstanden ist das markante Gebäude, das noch heute auf dem Friedhof in Delstern zu sehen ist.

Die Spedition Schenker

Neben Karl Ernst Osthaus ließen sich auch andere Unternehmer davon überzeugen, dass Architektur eine wichtige Dimension ist. So wurde 1911 das Verwaltungs- und Lagergebäude der Firma Lehnkering, später Spedition Schenker, in einem Stil erbaut, der noch heute beeindruckt. Lassen sich doch fühexpressionistische Elemente ausmachen, die darauf hinweisen, dass neben den Brüdern Leopold und Heinrich Ludwig der Künstlerarchitekt Peter Behrens einen indirekten Einfluss auf die Gestaltung hatte.

Alle Texte und Bilder mit freundlicher Genehmigung von:

Text: Dr. Birgit Ebbert

Bilder: Ulrich Wens/Dr. Birgit Ebbert

 

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