Kultur - WELT

Kunst darf zerstört werden – das kostet aber (Thu, 21 Feb 2019)
Darf ich Kunst zerstören, die mir gehört? Der Bundesgerichtshof hat im kuriosen Fall „Mannheimer Loch“ entschieden: Künstler haben kein Recht auf Erhalt ihrer Werke. Sie können aber Schadensersatz einklagen.
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In der Serie „Matrjoschka“ grüßt das Murmeltier, aber tödlich (Thu, 21 Feb 2019)
In der Serie „Matrjoschka“ durchlebt Nadia ihre Geburtstagsparty – wieder und wieder. Das Murmeltier lässt herzlich grüßen. Die todgeplagte junge Frau wird von Natasha Lyonne, aus “Orange is the New Black” bekannt, dargestellt.
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„Israel macht meinen Helden einfach nur wahnsinnig“ (Thu, 21 Feb 2019)
Ganz Israel ist stolz auf den Regisseur Nadav Lapid, seit sein Film „Synonymes“ die Berlinale gewonnen hat. Das könnte sich bald ändern. Es gibt Antisemitismus-Vorwürfe. Ein Gespräch.
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Bar-Szene aus dem israelischen Film „Synonymes“ (Thu, 21 Feb 2019)
Kann man seine Vergangenheit hinter sich lassen? Was ist Heimat? Der Berlinale-Gewinner „Synonyme“ sucht nach Antworten. Regisseur Nadav Lapid beleuchtet darin die Suche eines Israelis nach der eigenen Identität in Paris.
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Wir haben alle in Afrika das Sprechen gelernt (Thu, 21 Feb 2019)
In Afrika wurde die Sprache erfunden. Dort existiert bis heute die größte Vielfalt. Manche Länder haben 500 Sprachen. In manchen gibt es 20 Geschlechter. Die ältesten haben die seltsamsten Laute.
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Vor 40 Jahren war er der „Goldene Reiter“ (Thu, 21 Feb 2019)
Während der Neuen Deutschen Wellen schuf er einen der einprägsamsten Ohrwürmer. Dabei waren die Lieder von Joachim Witt niemals seicht - im Gegenteil. Nun wird er 70 und veröffentlicht ein neues Album.
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So schön feiert man seinen Untergang in Sizilien (Thu, 21 Feb 2019)
Giuseppe Tomasi di Lampedusa hat mit „Der Leopard“ einen der berühmtesten Romane Italiens geschrieben. Mit der alten Adelswelt in Sizilien geht’s bergab. So schön, so traurig, so schwelgerisch!
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Das Monster im Weißen Haus (Thu, 21 Feb 2019)
Adam McKay zeigt in seinem Film „Vice“ den ehemaligen amerikanischen Vizepräsidenten Dick Cheney als satanischen Bürokraten ohne Prinzipien, aber mit unbändigem Hunger nach Macht. Ein Faktencheck.
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„SZ“ trennt sich nach Zweifeln an Geschichte von freiem Journalisten (Wed, 20 Feb 2019)
Erinnerungen an den Fall Relotius werden wach: Die „Süddeutsche Zeitung“ hat sich von einem freien Mitarbeiter getrennt. Er hat nach Überzeugung der Chefredaktion in einer Geschichte einen Protagonisten erfunden.
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Diese Filme gewinnen wahrscheinlich die Oscars (Wed, 20 Feb 2019)
Netflix gegen den Rest der Filmwelt, zwei Super-Schauspielerinnen gegen zwei Amateure – das sind die Duelle der Oscar-Nacht. Alle Nominierungen mit Trailern, Kritiken, Hintergründen und: Gewinnertipps.
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www.hagen-in-westfalen.de bilder, kunst und kultur
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Hagener Impulse

Anfang des 20sten Jahrhunderts gehörte Hagen zu den großen Kulturstädten Europas. Wer hätte das gedacht und wer weiß schon, dass das heutige Essener Folkwang-Museum seine Wurzeln in Hagen hat. Karl Ernst Osthaus hat sich zu jener Zeit dafür engagiert, dass namhafte Künstler in Hagen wirkten. Auch heute findet man Spuren ihrer Tätigkeiten, die als "Hagener Impulse" bezeichnet werden. Die folgende Reihenfolge orientiert sich an dem Kurzführer "Der Hagener Impuls" der Stadt Hagen.

Das Bahnhofsfenster

Wer sich im Hagener Hauptbahnhof genau umsieht, entdeckt einiges, was auf hohe Architekturkunst schließen lässt. So mancher Wandschmuck des neubarocken Saalbaus des 1910 eröffneten Bahnhofs musste der Leuchtreklame weichen, nicht so das Bahnhofsfenster über dem Haupteingang, das Johan Thorn-Prikker entworfen hat.

Das Stadttheater

Zu den Gebäuden, die in der Hagener Innenstadt den Flair vergangener Zeiten verströmen, gehört das Stadttheater. Einen besonderen Blickfang bieten die vier Skulpturen der Berliner Bildhauerin Milly Steger über dem Haupteingang, die in die klassizistische Fassade eingebettet wurden.

Das Karl Ernst Osthaus Museum

Karl Ernst Osthaus war fasziniert von der Kunst seiner Zeit und hat nichts unversucht gelassen, sie nach Hagen zu bringen. Viele berühmte Werke fanden ihr Zuhause in dem Museum, das 1902 eröffnet wurde, bis sie 1922 an die Stadt Essen verkauft wurden und den Grundstock des dortigen Folkwang-Museums bildeten. Trotzdem lohnt sich auch heute ein Besuch des Museums, wurde doch 1992 die Inneneinrichtung rekonstruiert und finden sich in der ständigen Sammlung heute wieder eindrucksvolle Kunstwerke. Ganz im Sinne von Karl Ernst Osthaus fesseln darüber hinaus zahlreiche Wechselausstellungen die Besucher.

Die Arbeitersiedlung "Walddorf" im Wasserlosen Tal

Karl Ernst Osthaus gehörte zu jenen Menschen, denen das Wohl aller am Herzen lag, er wollte mit seinem Kunstengagement alle erreichen und es war ihm wichtig, dass auch einfache Menschen in einem ästhetisch ansprechenden Umfeld lebten. So erteilte er Richard Riemenschmied den Auftraug, eine Werkssiedlung zu bauen, die Zweckmäßigkeit und Ästhetik miteinander verband.

Der Hohenhof

So sehr Karl Ernst Osthaus die anderen Menschen wichtig waren, genoss auch er selbst schöne Dinge um sich. Daher beauftragte er 1906 Henry van de Velde, ein Haus für ihn und seine Familie zu konzipieren, das als Gesamtkunstwerk zu verstehen war. Entstanden ist der Hohenhof, der auf eine wechselvolle Geschichte zurückblickt, vom Wohnhaus über die Frauenklinik bis zur Bildungseinrichtung. Heute ist er ein Museum, in dem als Teil der Route der Industriekultur neben Architekturbesonderheiten zahlreiche Kunsthandwerksarbeiten zu sehen sind.

Die Häuser am Stirnband

Karl Ernst Osthaus wollte Hagen zu einer Wiege der Kunst machen und möglichst viele Künstler in Hagen ansiedeln. Dazu stellte er sich eine Künstlersiedlung vor, die jedoch nie so verwirklicht wurde, wie er sie sich gedacht hatte. Die Häuser am Stirnband geben jedoch einen Eindruck davon, wie eine Straße aussehen kann, deren Häuser zwar jedes für sich gestaltet werden, die aber eine unsichtbare Verbindung aufweisen. Der holländische Architekt Mathieu Lauwerik hat neun Häuser nach einem von ihm entwickelt Prinzip erbaut, das sich bei genauer Betrachtung erkennen lässt. Auch Johan Thorn-Prikker hatte dort viele Jahre sein Domizil.

Die Villenbauten von Peter Behrens

Neben der Künstlerkolonie Stirnband sollte es nach Auffassung von Karl Ernst Osthaus noch ein Villengebiet in der Nähe seines Wohnhauses geben. Dafür verantwortlich war der Architekt Peter Behrens, der einige Häuser baute, die zum Teil im zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Die Architektur der Gebäude lässt sich nur erahnen, da die Häuser inzwischen von Gärten umrandet sind und kein vollständiger Blick mehr möglich ist.

Das Krematorium

1905 beschloss der "Hagener Verein für Feuerbestattung" ein Krematorium bauen zu lassen. Karl Ernst Osthaus war wenig begeistert von den ersten funktionalen Plänen, er bat den Architekten Peter Behrens sich des Projekts anzunehmen. Entstanden ist das markante Gebäude, das noch heute auf dem Friedhof in Delstern zu sehen ist.

Die Spedition Schenker

Neben Karl Ernst Osthaus ließen sich auch andere Unternehmer davon überzeugen, dass Architektur eine wichtige Dimension ist. So wurde 1911 das Verwaltungs- und Lagergebäude der Firma Lehnkering, später Spedition Schenker, in einem Stil erbaut, der noch heute beeindruckt. Lassen sich doch fühexpressionistische Elemente ausmachen, die darauf hinweisen, dass neben den Brüdern Leopold und Heinrich Ludwig der Künstlerarchitekt Peter Behrens einen indirekten Einfluss auf die Gestaltung hatte.

Alle Texte und Bilder mit freundlicher Genehmigung von:

Text: Dr. Birgit Ebbert

Bilder: Ulrich Wens/Dr. Birgit Ebbert

 

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