Kultur - WELT

Dieser Film ist Amerikas Albtraum (Thu, 19 Sep 2019)
In „Rambo: Last Blood“ ist es, als würden die USA schlafen, und ihre verdrängten Ängste und Allmachtsfantasien träten offen zutage. Im fünften Teil der legendären Action-Reihe stellt sich Sylvester Stallone seinen Dämonen.
>> Mehr lesen

Mit Rechten essen (Wed, 18 Sep 2019)
Der Chef der hessischen Filmförderung hat sich mit einem führenden AfD-Politiker und einem umstrittenen PR-Berater zum Essen getroffen. Nun wird sein Rücktritt gefordert. Ist die Aufregung angebracht?
>> Mehr lesen

Der Stoff, aus dem die Unsterblichkeit ist (Wed, 18 Sep 2019)
Wenn der letzte Avatar gelöscht und der letzte 3-D-Drucker verreckt ist, werdet ihr feststellen, dass nur Kopien aus Gips für die Ewigkeit sind. Seit 200 Jahren prägt eine Werkstatt in Berlin unsere Kultur – von Goethe bis zum Eisbären Knut.
>> Mehr lesen

Diese Zuschreibung ist eine Sensation (Wed, 18 Sep 2019)
Shakespeares First Folio von 1623 ist eines der berühmtesten Bücher der Welt. Ein mit Notizen übersätes Exemplar wird seit 1944 in Philadelphia verwahrt. Wem es gehörte, war unbekannt. Bis jetzt.
>> Mehr lesen

So hört es sich im Innern des Klanges an (Wed, 18 Sep 2019)
„12 Conversations“ ist das radikalste Werk des isländischen Filmmusik-Revolutionärs Jóhann Jóhannsson, der 2018 mit nur 48 Jahren gestorben ist. WELT überträgt ab 20 Uhr exklusiv im Videostream die Aufführung seines Werk vom Echo Collective in Hamburg.
>> Mehr lesen

Ging es den Ostdeutschen zu gut? (Wed, 18 Sep 2019)
Das Problem vieler Ostdeutscher ist nicht etwa, dass man sie zu Opfern stilisiert – sondern dass sie auf niemanden mehr herabsehen können. Das haben sie mit den Wählern von Donald Trump gemein.
>> Mehr lesen

Der Nationalsozialismus lässt uns nicht los (Tue, 17 Sep 2019)
Die Suche nach den eigenen Wurzeln führt die Gegenwartsliteratur immer wieder bis in die Nazi-Zeit zurück. Ein Blick auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises beweist: Der Zweite Weltkrieg ist das Thema der Stunde. Zwei Romane sind eine kleine Sensation.
>> Mehr lesen

Huch, es ist ja alles viel teurer als geplant (Tue, 17 Sep 2019)
Das geplante Museum der Moderne in Berlin wird doppelt so teuer wie erwartet. Fünf Männer stellten sich jetzt den kritischen Fragen. Niemand will schuld sein, alle feiern den Entwurf. Und die verantwortliche Frau fehlte. Ein Sittenbild von der Pressekonferenz.
>> Mehr lesen

Mit einem Fußtritt wird Christian Thielemann hinausbefördert (Tue, 17 Sep 2019)
Die Osterfestspiele Salzburg verlängern den Vertrag mit ihrem künstlerischen Leiter Christian Thielemann nicht. Damit lenken die verantwortlichen Politiker nur von eigenen personellen Fehlentscheidungen ab.
>> Mehr lesen

Wie weiblich ist die Musik? (Tue, 17 Sep 2019)
Noch immer werden Musikszene und Digitalbranche von Männern dominiert. Auf dem Reeperbahn Festival und der Digitalkonferenz „Next“ ist Geschlechtergerechtigkeit daher ein Schwerpunktthema.
>> Mehr lesen

www.hagen-in-westfalen.de bilder, kunst und kultur
www.hagen-in-westfalen.de bilder, kunst und kultur 

Hagener Impulse

Anfang des 20sten Jahrhunderts gehörte Hagen zu den großen Kulturstädten Europas. Wer hätte das gedacht und wer weiß schon, dass das heutige Essener Folkwang-Museum seine Wurzeln in Hagen hat. Karl Ernst Osthaus hat sich zu jener Zeit dafür engagiert, dass namhafte Künstler in Hagen wirkten. Auch heute findet man Spuren ihrer Tätigkeiten, die als "Hagener Impulse" bezeichnet werden. Die folgende Reihenfolge orientiert sich an dem Kurzführer "Der Hagener Impuls" der Stadt Hagen.

Das Bahnhofsfenster

Wer sich im Hagener Hauptbahnhof genau umsieht, entdeckt einiges, was auf hohe Architekturkunst schließen lässt. So mancher Wandschmuck des neubarocken Saalbaus des 1910 eröffneten Bahnhofs musste der Leuchtreklame weichen, nicht so das Bahnhofsfenster über dem Haupteingang, das Johan Thorn-Prikker entworfen hat.

Das Stadttheater

Zu den Gebäuden, die in der Hagener Innenstadt den Flair vergangener Zeiten verströmen, gehört das Stadttheater. Einen besonderen Blickfang bieten die vier Skulpturen der Berliner Bildhauerin Milly Steger über dem Haupteingang, die in die klassizistische Fassade eingebettet wurden.

Das Karl Ernst Osthaus Museum

Karl Ernst Osthaus war fasziniert von der Kunst seiner Zeit und hat nichts unversucht gelassen, sie nach Hagen zu bringen. Viele berühmte Werke fanden ihr Zuhause in dem Museum, das 1902 eröffnet wurde, bis sie 1922 an die Stadt Essen verkauft wurden und den Grundstock des dortigen Folkwang-Museums bildeten. Trotzdem lohnt sich auch heute ein Besuch des Museums, wurde doch 1992 die Inneneinrichtung rekonstruiert und finden sich in der ständigen Sammlung heute wieder eindrucksvolle Kunstwerke. Ganz im Sinne von Karl Ernst Osthaus fesseln darüber hinaus zahlreiche Wechselausstellungen die Besucher.

Die Arbeitersiedlung "Walddorf" im Wasserlosen Tal

Karl Ernst Osthaus gehörte zu jenen Menschen, denen das Wohl aller am Herzen lag, er wollte mit seinem Kunstengagement alle erreichen und es war ihm wichtig, dass auch einfache Menschen in einem ästhetisch ansprechenden Umfeld lebten. So erteilte er Richard Riemenschmied den Auftraug, eine Werkssiedlung zu bauen, die Zweckmäßigkeit und Ästhetik miteinander verband.

Der Hohenhof

So sehr Karl Ernst Osthaus die anderen Menschen wichtig waren, genoss auch er selbst schöne Dinge um sich. Daher beauftragte er 1906 Henry van de Velde, ein Haus für ihn und seine Familie zu konzipieren, das als Gesamtkunstwerk zu verstehen war. Entstanden ist der Hohenhof, der auf eine wechselvolle Geschichte zurückblickt, vom Wohnhaus über die Frauenklinik bis zur Bildungseinrichtung. Heute ist er ein Museum, in dem als Teil der Route der Industriekultur neben Architekturbesonderheiten zahlreiche Kunsthandwerksarbeiten zu sehen sind.

Die Häuser am Stirnband

Karl Ernst Osthaus wollte Hagen zu einer Wiege der Kunst machen und möglichst viele Künstler in Hagen ansiedeln. Dazu stellte er sich eine Künstlersiedlung vor, die jedoch nie so verwirklicht wurde, wie er sie sich gedacht hatte. Die Häuser am Stirnband geben jedoch einen Eindruck davon, wie eine Straße aussehen kann, deren Häuser zwar jedes für sich gestaltet werden, die aber eine unsichtbare Verbindung aufweisen. Der holländische Architekt Mathieu Lauwerik hat neun Häuser nach einem von ihm entwickelt Prinzip erbaut, das sich bei genauer Betrachtung erkennen lässt. Auch Johan Thorn-Prikker hatte dort viele Jahre sein Domizil.

Die Villenbauten von Peter Behrens

Neben der Künstlerkolonie Stirnband sollte es nach Auffassung von Karl Ernst Osthaus noch ein Villengebiet in der Nähe seines Wohnhauses geben. Dafür verantwortlich war der Architekt Peter Behrens, der einige Häuser baute, die zum Teil im zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Die Architektur der Gebäude lässt sich nur erahnen, da die Häuser inzwischen von Gärten umrandet sind und kein vollständiger Blick mehr möglich ist.

Das Krematorium

1905 beschloss der "Hagener Verein für Feuerbestattung" ein Krematorium bauen zu lassen. Karl Ernst Osthaus war wenig begeistert von den ersten funktionalen Plänen, er bat den Architekten Peter Behrens sich des Projekts anzunehmen. Entstanden ist das markante Gebäude, das noch heute auf dem Friedhof in Delstern zu sehen ist.

Die Spedition Schenker

Neben Karl Ernst Osthaus ließen sich auch andere Unternehmer davon überzeugen, dass Architektur eine wichtige Dimension ist. So wurde 1911 das Verwaltungs- und Lagergebäude der Firma Lehnkering, später Spedition Schenker, in einem Stil erbaut, der noch heute beeindruckt. Lassen sich doch fühexpressionistische Elemente ausmachen, die darauf hinweisen, dass neben den Brüdern Leopold und Heinrich Ludwig der Künstlerarchitekt Peter Behrens einen indirekten Einfluss auf die Gestaltung hatte.

Alle Texte und Bilder mit freundlicher Genehmigung von:

Text: Dr. Birgit Ebbert

Bilder: Ulrich Wens/Dr. Birgit Ebbert

 

Eine weitere Nutzung (Vervielfältigung, Druck, Weitergabe, Veröffentlichung) der Bilder und der Texte ist ausdrücklich nicht gestattet.

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Oliver Grosch

Diese Homepage wurde mit 1&1 IONOS MyWebsite erstellt.