Kultur - WELT

Eben noch MeToo, jetzt schon wieder im Konzertsaal (Wed, 17 Oct 2018)
Eben noch wurde der italienische Dirigent Daniele Gatti wegen des Vorwurfs schwerer sexueller Belästigung entlassen. Jetzt tritt er in München auf. Wie kann das sein?
>> Mehr lesen

Wir haben ein Drittel der Welt vergessen (Wed, 17 Oct 2018)
Die unendlichen Weiten des Pazifik bilden einen zivilisatorischen Raum. Dieser Raum hat große Kunst hervorgebracht, die aber anders überliefert wird als wir das in Europa kennen. Über eine Revolution.
>> Mehr lesen

Das Gesetz der Doppelmoral (Wed, 17 Oct 2018)
Wenn ich über meine Kunden schreibe, dann nie aus Geschwätzigkeit. Es muss schon einen guten Grund geben. Nach den Kommentaren zu meinen Lolita-Text möchte ich mit dieser Story hier etwas zeigen, eine Realität enthüllen, statt nur schnöden Voyeurismus zu befriedigen.
>> Mehr lesen

Was das bizarre Trump-Bild im Weißen Haus zu bedeuten hat (Wed, 17 Oct 2018)
Trump hat sich ein bizarres Bild ins Esszimmer nahe dem Oval Office gehängt. Es zeigt ihn beim Trinken mit ehemaligen republikanischen Präsidenten. Was bedeutet das? Eine kunstkritische Betrachtung.
>> Mehr lesen

Dieser Preis ist eine Warnung (Wed, 17 Oct 2018)
Zu viel Globalisierung, zu wenig Identität? Englands wichtigster Literaturpreis steht in der Kritik. Nun ist er, anders als befürchtet, nicht wieder an einen Amerikaner gegangen, sondern nach Belfast.
>> Mehr lesen

Warum ich als Feministin den Papst verteidigen muss (Wed, 17 Oct 2018)
Als der Papst sich neulich gegen Schwangerschaftsabbrüche aussprach, war die Empörung groß. Dabei hat er den Finger in eine Wunde gelegt, die Feministinnen nicht ignorieren sollten.
>> Mehr lesen

Für die Bangtan Boys die Schule schwänzen (Tue, 16 Oct 2018)
Hunderte Fans campten am Dienstag vor der Mercedes-Benz-Arena. Was treibt die jungen Menschen an, ausgerechnet eine gecastete Boyband aus Korea so zu vergöttern? Eine Recherche vor Ort.
>> Mehr lesen

Fans im Ausnahmezustand - Bangtan Boys geben Konzert in Berlin (Tue, 16 Oct 2018)
Seit Tagen belagern Fans die Konzerthalle in Berlin. Der Grund: die Bangtan Boys, kurz BTS. Die Boyband aus Südkorea erobert jetzt auch den deutschen Markt und gibt in der Hauptstadt zwei Konzerte.
>> Mehr lesen

Die teuerste Bühnenshow Europas (Tue, 16 Oct 2018)
Mit seinem neuen Programm schwingt sich der Friedrichstadt-Palast zu ungeahnten Höhen auf. Die Show ist verblüffend, die Technik avantgardistisch und an den Kostümen wirkt der Hutmacher der Queen mit.
>> Mehr lesen

Wir müssen den Kanon umschreiben (Tue, 16 Oct 2018)
Es gibt zu wenige Frauen im klassischen Bildungskanon. Das muss sich ändern. Die Redaktion hat ihren Kanon zusammengestellt. Eine Entdeckungsreise in zwölf Biografien – darunter Margaret Cavendish, Ricarda Huch und Lucia Berlin.
>> Mehr lesen

www.hagen-in-westfalen.de bilder, kunst und kultur
www.hagen-in-westfalen.de bilder, kunst und kultur 

Hagener Impulse

Anfang des 20sten Jahrhunderts gehörte Hagen zu den großen Kulturstädten Europas. Wer hätte das gedacht und wer weiß schon, dass das heutige Essener Folkwang-Museum seine Wurzeln in Hagen hat. Karl Ernst Osthaus hat sich zu jener Zeit dafür engagiert, dass namhafte Künstler in Hagen wirkten. Auch heute findet man Spuren ihrer Tätigkeiten, die als "Hagener Impulse" bezeichnet werden. Die folgende Reihenfolge orientiert sich an dem Kurzführer "Der Hagener Impuls" der Stadt Hagen.

Das Bahnhofsfenster

Wer sich im Hagener Hauptbahnhof genau umsieht, entdeckt einiges, was auf hohe Architekturkunst schließen lässt. So mancher Wandschmuck des neubarocken Saalbaus des 1910 eröffneten Bahnhofs musste der Leuchtreklame weichen, nicht so das Bahnhofsfenster über dem Haupteingang, das Johan Thorn-Prikker entworfen hat.

Das Stadttheater

Zu den Gebäuden, die in der Hagener Innenstadt den Flair vergangener Zeiten verströmen, gehört das Stadttheater. Einen besonderen Blickfang bieten die vier Skulpturen der Berliner Bildhauerin Milly Steger über dem Haupteingang, die in die klassizistische Fassade eingebettet wurden.

Das Karl Ernst Osthaus Museum

Karl Ernst Osthaus war fasziniert von der Kunst seiner Zeit und hat nichts unversucht gelassen, sie nach Hagen zu bringen. Viele berühmte Werke fanden ihr Zuhause in dem Museum, das 1902 eröffnet wurde, bis sie 1922 an die Stadt Essen verkauft wurden und den Grundstock des dortigen Folkwang-Museums bildeten. Trotzdem lohnt sich auch heute ein Besuch des Museums, wurde doch 1992 die Inneneinrichtung rekonstruiert und finden sich in der ständigen Sammlung heute wieder eindrucksvolle Kunstwerke. Ganz im Sinne von Karl Ernst Osthaus fesseln darüber hinaus zahlreiche Wechselausstellungen die Besucher.

Die Arbeitersiedlung "Walddorf" im Wasserlosen Tal

Karl Ernst Osthaus gehörte zu jenen Menschen, denen das Wohl aller am Herzen lag, er wollte mit seinem Kunstengagement alle erreichen und es war ihm wichtig, dass auch einfache Menschen in einem ästhetisch ansprechenden Umfeld lebten. So erteilte er Richard Riemenschmied den Auftraug, eine Werkssiedlung zu bauen, die Zweckmäßigkeit und Ästhetik miteinander verband.

Der Hohenhof

So sehr Karl Ernst Osthaus die anderen Menschen wichtig waren, genoss auch er selbst schöne Dinge um sich. Daher beauftragte er 1906 Henry van de Velde, ein Haus für ihn und seine Familie zu konzipieren, das als Gesamtkunstwerk zu verstehen war. Entstanden ist der Hohenhof, der auf eine wechselvolle Geschichte zurückblickt, vom Wohnhaus über die Frauenklinik bis zur Bildungseinrichtung. Heute ist er ein Museum, in dem als Teil der Route der Industriekultur neben Architekturbesonderheiten zahlreiche Kunsthandwerksarbeiten zu sehen sind.

Die Häuser am Stirnband

Karl Ernst Osthaus wollte Hagen zu einer Wiege der Kunst machen und möglichst viele Künstler in Hagen ansiedeln. Dazu stellte er sich eine Künstlersiedlung vor, die jedoch nie so verwirklicht wurde, wie er sie sich gedacht hatte. Die Häuser am Stirnband geben jedoch einen Eindruck davon, wie eine Straße aussehen kann, deren Häuser zwar jedes für sich gestaltet werden, die aber eine unsichtbare Verbindung aufweisen. Der holländische Architekt Mathieu Lauwerik hat neun Häuser nach einem von ihm entwickelt Prinzip erbaut, das sich bei genauer Betrachtung erkennen lässt. Auch Johan Thorn-Prikker hatte dort viele Jahre sein Domizil.

Die Villenbauten von Peter Behrens

Neben der Künstlerkolonie Stirnband sollte es nach Auffassung von Karl Ernst Osthaus noch ein Villengebiet in der Nähe seines Wohnhauses geben. Dafür verantwortlich war der Architekt Peter Behrens, der einige Häuser baute, die zum Teil im zweiten Weltkrieg zerstört wurden. Die Architektur der Gebäude lässt sich nur erahnen, da die Häuser inzwischen von Gärten umrandet sind und kein vollständiger Blick mehr möglich ist.

Das Krematorium

1905 beschloss der "Hagener Verein für Feuerbestattung" ein Krematorium bauen zu lassen. Karl Ernst Osthaus war wenig begeistert von den ersten funktionalen Plänen, er bat den Architekten Peter Behrens sich des Projekts anzunehmen. Entstanden ist das markante Gebäude, das noch heute auf dem Friedhof in Delstern zu sehen ist.

Die Spedition Schenker

Neben Karl Ernst Osthaus ließen sich auch andere Unternehmer davon überzeugen, dass Architektur eine wichtige Dimension ist. So wurde 1911 das Verwaltungs- und Lagergebäude der Firma Lehnkering, später Spedition Schenker, in einem Stil erbaut, der noch heute beeindruckt. Lassen sich doch fühexpressionistische Elemente ausmachen, die darauf hinweisen, dass neben den Brüdern Leopold und Heinrich Ludwig der Künstlerarchitekt Peter Behrens einen indirekten Einfluss auf die Gestaltung hatte.

Alle Texte und Bilder mit freundlicher Genehmigung von:

Text: Dr. Birgit Ebbert

Bilder: Ulrich Wens/Dr. Birgit Ebbert

 

Eine weitere Nutzung (Vervielfältigung, Druck, Weitergabe, Veröffentlichung) der Bilder und der Texte ist ausdrücklich nicht gestattet.

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Oliver Grosch

Diese Homepage wurde mit 1&1 MyWebsite erstellt.