Kultur - WELT

Und jetzt will Kanye West auch noch eine neue Sprache erfinden (Tue, 18 Sep 2018)
Kein Witz: Der Rapper Kanye West will aus einem Wörterbuch alle positiven Vokabeln heraussuchen, um eine neue Sprache zu erschaffen. Ziel ist natürlich die Herstellung des Weltfriedens.
>> Mehr lesen

Ein Versuch, die nervige „Craft“-Kultur zu verstehen (Tue, 18 Sep 2018)
Bier, Eis, sogar Cocktails – alles muss neuerdings „Craft“ sein und bloß keine minderwertige Massenware. Aber was uns soll das eigentlich sagen? Eine kleine Philosophie des neuen Hipster-Handwerks.
>> Mehr lesen

„Game of Thrones“ und „The Marvelous Mrs. Maisel“ räumen ab (Tue, 18 Sep 2018)
In Los Angeles sind die Emmy Awards verliehen worden. In der Kategorie "Beste Serie" gewann die siebte Staffel von „Game of Thrones“. Mit fünf Emmys wurde die Comedyserie „The Marvelous Mrs. Maisel“ ausgezeichnet.
>> Mehr lesen

Das Überraschendste war ein Heiratsantrag (Tue, 18 Sep 2018)
Warum Jesus, ein Heiratsantrag und eine koreanische Tracht mehr von der aktuellen Fernsehlandschaft erzählen als TV-Preise: Ein paar Vorschläge für neue Emmy-Kategorien.
>> Mehr lesen

Was will Seehofer denn mit diesem Super-Ekel? (Tue, 18 Sep 2018)
Joseph Fouché war Blutsäufer, Königsmörder, Umfaller und Super-Ekel: Warum hat Horst Seehofer ausgerechnet die Biografie dieses französischen Politikers an Freund und Feind verschenkt? Eine Lektüre.
>> Mehr lesen

Das Ende des letzten deutschen Trappistenklosters (Tue, 18 Sep 2018)
Eigentlich müssen Trappisten schweigen und gehorchen. Doch in der Abtei Mariawald tobte zuletzt ein offener Krieg zwischen den Brüdern. Warum der letzte deutsche Sitz des Ordens der Stille schließen musste.
>> Mehr lesen

„Migration gab es schon immer, es ist kein Ausnahmezustand“ (Tue, 18 Sep 2018)
München ohne Migranten? Das ist eigentlich nicht vorstellbar. Fast jeder zweite Bewohner der Landeshauptstadt hat ausländische Wurzeln. Eine Schau im Stadtmuseum beleuchtet nun die Hintergründe der Einwanderungsgeschichte.
>> Mehr lesen

„Mrs. Maisel“ räumt ab – „Game of Thrones“ ist bestes Drama (Tue, 18 Sep 2018)
Eine melancholische Comedyserie gewinnt in den wichtigsten Kategorien, aber ein Fantasy-Dauersieger kommt noch auf eine Auszeichnung mehr. Zwischen den Internet-Diensten und dem Fernsehen geht der Abend unentschieden aus.
>> Mehr lesen

Wo Jan Ullrich für immer Gelb trägt (Mon, 17 Sep 2018)
Heilige gibt es in der Kirche, in der Realität muss man mit Sündern leben: Für viele sind die Ullrichs, die Trumps, die Condottiere dieser Welt trotz Skandalen und Doping immer noch Idole.
>> Mehr lesen

RWE wird untergehen – wie Macbeth im Wald von Birnam (Mon, 17 Sep 2018)
Die Bilder aus dem Hambacher Forst sehen aus wie eine Theaterinszenierung. Das ist kein Zufall. Was der gewaltsame Protest mit dem 4. Akt aus Shakespeares „Macbeth“ zu tun hat – eine Geschichtslektion.
>> Mehr lesen

www.hagen-in-westfalen.de bilder, kunst und kultur
www.hagen-in-westfalen.de bilder, kunst und kultur 

Der Hohenhof

Das Museum des Hagener Impulses

 

Einen Überblick über die Geschichte des Folkwang-Museumsgründers Karl Ernst Osthaus vermittelt das „Museum des Hagener Impulses“ im Hohenhof.

Das ehemalige Wohnhaus von Karl Ernst Osthaus und seiner Familie fungiert als Außenstelle des Osthaus Museums Hagen in Hagen-Eppenhausen und ist ein Ankerpunkt der „Route Industriekultur“.

1906 beauftragte Karl Ernst Osthaus den belgischen Gestalter und Architekten Henry van de Velde, den neuen Wohnsitz der Familie in Hohenhagen als Gesamtkunstwerk zu planen. 1908 war der Hohenhof, dessen Grundriss der Form eines Doppelhakens entspricht, bezugsfertig.
 
Nur die östliche Hangfassade zeigt Achsensymmetrie, während die Eingangs- und Gartenseiten die unregelmäßige Raumaufteilung im Innern widerspiegeln. Hier schuf van de Velde die Innenarchitektur vollständig aus einem Guss: bis „herunter auf das Petschaft auf dem Schreibtische“ gestaltete er Möbel, Wanddekorationen und Bodenbeläge, Lampen und Stoffe, Geschirr und Besteck nach eigenen Entwürfen in Absprache mit dem Bauherrn.
 

Von Bedeutung für die dekorative Gestaltung der Haupträume waren verschiedene Kunstwerke, an denen sich die Farbkomposition der Einrichtung orientierte, so z.B. von Ferdinand Hodler ‚Der Auserwählte“ im Empfangsraum sowie Edouard Vuillards ‚Herbst vor Paris“ im Damenzimmer.
Henri Matisse malte für den Wintergarten das Fliesentriptychon „Nymphe und Satyr“, von Johan Thorn-Prikker stammen die Treppenhausverglasung sowie die starkfarbige Schablonenmalerei im Arbeitszimmer. Reliefs von Hermann Haller flankieren das Hauptportal.

 

Neben der vollständig erhaltenen Inneneinrichtung der repräsentativen Räume, die ein einmaliges Gesamtkunstwerk aus der Zeit des Jugendstils vor Augen führen, ist eine umfangreiche Ausstellung mit Kunsthandwerk von Henry van de Velde zu besichtigen.
 
Gezeigt werden außerdem Silberarbeiten und Entwürfe von J.L.M. Lauweriks und der Hagener Silberschmiede, eine Dokumentation des „Deutschen Museums für Kunst in Handel und Gewerbe“ (1909-1919) sowie wechselnde Sonderausstellungen zum Hagener Impuls.
Ferdinand Hodler, Der Auserwählte, 1903, Öl auf Leinwand, 222 x 289 cm, Osthaus Museum Hagen / Hohenhof, Inv.Nr. K 252 / (c) Osthaus Museum Hagen / Hohenhof

Der „Auserwählte“ von Ferdinand Hodler ist in den Hohenhof zurückgekehrt

Der Hohenhof ist wieder ein vollständiges „Gesamtkunstwerk“. Das Bild „Der Auserwählte“ von Ferdinand Hodler ist im September – nach viereinhalb Jahren – an seinen angestammten Platz im Empfangsraum neben der Eingangshalle zurückgekehrt.

Ende 2011 war bei einer Baubegehung des Hohenhofs festgestellt worden, dass die Sicherheit des Werkes dort unter bauphysikalischen wie sicherheitstechnischen Aspekten nicht gewährleistet ist. Daher wurde das Werk im Januar 2012 in das Depot des Osthaus Museums verlagert. Hierfür musste eine denkmalrechtliche Erlaubnis der Unteren Denkmalbehörde erteilt werden, da das Bild Bestandteil des Denkmals „Hohenhof“ ist.

Der Hohenhof in Hagen, den der belgische Künstler-Architekt Henry van de Velde als Wohnhaus für den Hagener Folkwang-Gründer Karl Ernst Osthaus und seine Familie 1906-1908 gebaut hat, zählt zu den bedeutendsten architekturgeschichtlichen Gebäuden Europas kurz nach der Jahrhundertwende und ist eines der wenigen erhaltenen Beispiele für ein Gesamtkunstwerk. Das Bauwerk ist in der Denkmalliste der Stadt Hagen eingetragen. Zu dem Gesamtkunstwerk zählen die Architektur, die Inneneinrichtung einschließlich der Möbel und Kunstwerke sowie die Außenanlagen. Wertvollster Bestandteil der Ausstattung des Hauses ist das Gemälde „Der Auserwählte“ von Ferdinand Hodler.

Um seine Rückkehr zu ermöglichen, mussten verschiedene Maßnahmen sowohl am Gebäude als auch das Bild selbst betreffend umgesetzt werden. Sämtliche Maßnahmen, die das Osthaus Museum in enger Abstimmung mit dem Fachbereich Gebäudewirtschaft konzipierte, wurden mit Ina Hanemann, der Leiterin der städtischen Denkmalbehörde wie auch mit dem Landesdenkmalamt abgestimmt.

Im Hohenhof plante und realisierte Daniel Bangrazi vom Fachbereich Gebäudewirtschaft der Stadt Hagen ab Oktober 2014 verschiedene bauliche Eingriffe, um die physische Sicherheit des Bildes zu gewährleisten und eine Klimastabilität zu erreichen. Sämtliche wasserführenden Leitungen in der Wand wurden stillgelegt, außerdem wurde die Temperierung des Raumes technisch so geändert, dass sie nun separat an die Bedürfnisse des Kunstwerkes anzupassen ist.

Der „Auserwählte“ wurde mit Unterstützung des LWL-Museumsamtes in Münster umfangreichen restauratorischen Untersuchungen unterzogen und im Anschluss durch das Restaurierungsatelier Kerkhoff & Vogel aus Bochum sorgfältig restauriert und substantiell gesichert.

Üblicherweise werden nach einer Restaurierungsmaßnahme die Werke der klassischen Moderne aus der Sammlung des Osthaus Museums zum Oberflächenschutz mit einer UV-filternden Verbundsicherheitsglasscheibe versehen. Aufgrund der Dimensionen des Hodler-Bildes (222 x 298 cm) kam diese Art der Verglasung jedoch nicht in Frage. Darüber hinaus war aufgrund des Wertes des Gemäldes und dem besonderen Anbringungsort eine weitergehende Sicherheitsmaße erforderlich.

Um die physische Sicherheit sowie die klimatische Stabilität des Gemäldes zu gewährleisten, musste ein spezieller Klimasafe hergestellt werden. Bezüglich der Umsetzung dieser Spezialanfertigung wurde das Osthaus Museum durch Stephan Brunnert, den Restaurator des LWL-Museumsamtes beraten. Zur Sicherung des Gemäldes gegen Vandalismus und Diebstahl sowie zur klimatischen Stabilisierung erhielt das Bild schließlich eine Protector-Gemäldevitrine, eine Spezialanfertigung der Firma Glasbau Hahn in Frankfurt, aus UV-filterndem Sicherheitsglas, mit integriertem Feuchtestabilisator und Sensorelektronik zur Messung von Feuchte und Temperatur. Ein Datenlogger zeichnet die Messdaten auf und kann extern ausgelesen werden.

Umfangreiche statische Untersuchungen und entsprechende Vorkehrungen waren nötig, um die sichere Verankerung des rund 350 kg schweren Klimasafes mit dem Gemälde in der historischen Ziegelwand zu gewährleisten. Abschließend erhielt das Bild noch einen Zierrahmen, dessen Farbton an das Schleiflackmobiliar des „Hodler“-Raumes angepasst wurde.

Informationen zum Hohenhof (PDF)

 

Alle Texte (c) Osthaus Museum Hagen / Hohenhof

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Oliver Grosch

Diese Homepage wurde mit 1&1 MyWebsite erstellt.